Was ist das „FREMD-Projekt“?

Bei Fremd ist nur, was du nicht kennst handelt es sich um ein Projekt des Frankenhäuser Jugendhilfe- und Fördervereins. Gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes VIELFALT TUT GUT versuchen wir, die verschiedenen Kulturen in unserem regionalen Umfeld näher kennenzulernen, aneinander zu bringen und festzustellen, was sie unterscheidet oder sogar verbindet. Zu diesem Zweck hat sich um Projektleiter Hannes Naumann ein Team engagierter, junger Leute gebildet, um aktiv zu werden und ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz zu setzen.

Was hat das FREMD-Projekt vor?

Im Zeitraum von Oktober bis Dezember werden wir versuchen, miteinander Vorurteile zu klären und abzubauen. Die verschiedenen Kulturen Bad Frankenhausens sollen sich gegenseitig kennenlernen, indem sie gemeinsam ein paar angenehme Abende in unserer Freizeiteinrichtung DOMizil verbringen.
Außerdem wollen wir die BürgerInnen unserer Heimat auf die Gefahren rechter Tendenzen aufmerksam machen, rassistisches Gedankengut klar und deutlich verneinen und zeigen, dass in unserer Region kein Platz für Intoleranz ist!

„Es ist erschreckend, an wie vielen Orten man inzwischen auf rechte Meinungen stößt. Ob am Abendbrotstisch, in der Stammkneipe oder in der Sportumkleide – scheinbar ist man nirgendwo mehr 100% sicher, wenn es um rechte Parolen und stupide Vorurteile gegenüber ausländischen Mitbürgern geht. Sie nennen es „gesunden Rassismus“, sprechen von „aufmüpfigen Türken“ und finden, „es werden einfach viel zu viele.“ Gerade diesen „unterbewussten“ rechten Gedanken sollte man Einhalt gebieten, so gut es geht. Viele Thesen lassen sich einfach mit Fakten widerlegen, doch langfristig ändert das oft nichts an gefestigten Meinungen. Daher haben wir uns zum Ziel genommen, das Wort „Fremdenfeindlichkeit“ auszuhebeln, und unsere ausländischen Mitbürger zu „entfremden.“ Denn fremd ist nur, was du nicht kennst. Wir wollen sie kennenlernen, einander vorstellen, ihre Kultur entdecken und miteinander Spaß haben.“
Hannes Naumann

Unsere Aktionen

Im Monat November und Dezember sind verschiedene, interessante Themen-Abende geplant, bei denen wir uns gegenseitig kennenlernen wollen. Unsere ausländischen MitbürgerInnen sollen uns von ihrer Heimat berichten, damit wir Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten unserer Kulturen feststellen. Im Zentrum der Treffen steht dabei immer das „Begegnen“ an sich.
Weiterhin werden wir in unserer Umgebung Umfragen durchführen, um Statistiken zu erstellen und zu erfassen, wie weit sich rechtes Gedankengut bereits verbreitet hat. Wir werden Werbe- und Infomaterialien gemeinsam erstellen und veröffentlichen. Am Ende der Projektzeit ist ein Abschlussevent mit Bands und DJs geplant.

In unserem Blog könnt ihr euch immer über unser Vorankommen informieren und unser Projekt mitverfolgen.